Katholische Kirche Justingen

Chronik Kirchengeschichte von Justingen

1090Urkundliche Ersterwähnung der Adelsfamilie von Justingen
1236Urkundliche Ersterwähnung des Dorfes Justingen
1275Urkundliche Ersterwähnung der dem Heiligen Oswald geweihten Pfarrkirche Justingen
1471 - 1472; 1494Erwähnung einer von den Freiherren von Stöffeln gestifteten Frühmeßkaplanei in der Pfarrkirche Justingen.
1581 durch Michael Ludwig von Freyberg aufgelöst.
1477 - 1511Der Mathematiker und Astronom Johannes Stöffler (1542 - 1531) als Pfarrer in Justingen
1486Bauinschrift im Keller des alten Pfarrhauses
um 1500Stiftung des Taufsteins in die Pfarrkirche. Der Stein trägt die Wappen der Familien von Justingen, von Bubenhofen un von Hohenhöwen.
1514Die kleinste Justinger Glock, das Wetterglöcklein, wird angeschafft.
1537;
1543 - 1544
Erwähnung eines lutherischen Pfarrers in Justingen. Bildwerke werden aus der Pfarrkirche entfernt.
1539 - 1547Der schlesiche Reformator Caspar von Schwenckfeld (1489 - 1561) hät sich mit Unterbrechungen auf Schloß Justingen auf. Justingen wird Mittelpunkt der Sekte der Schwenckfeldianer.
um 1550Die Pfarrkirche hat drei Glocken und eine Turmuhr.
1550 - 1561Schwenckfeld erneut mit Unterbrechungen auf Schloß Justingen
1556Pfarrer in Justingen ist der Katholik Hans Preg
1571 - 1584Pfarrer in Justingen ist der Schwenkfeldianer Daniel Friedrich
1584 - 1589Pfarrer in Justingen ist der Katholik Georg Oßwald
1589 - 1630Lutherische Pfarrer in Justingen. Anscheinend blieben größere Teile der Justinger Bevölkerung dem Katholizismus verbunden: "Kirchweg" nach Gundershofen.
um 1606Wiederaufstellung der Bildwerke in der Pfarrkirche durch Freifrau Rosamunde von Freyberg geb. Gräfin von Ortenburg.
Demonstrative Prozession der Katholiken durch Justingen.
1630Mai 9: Feierliche Wiedereinführung des katholischen Gottesdienstes in Justingen
1618 - 1648Dreißigjähriger Krieg: Froben von Freyberg entfernt die größte Justinger Glocke und läßt sie einschmelzen.
1659 - 1662Bau der St. Sebastians-Kapelle in Ingstetten auf Veranlassung von Freiherr Heinrich Adam Keller von Schleitheim.
Weihe am 09.08.1662 durch den Weihbischof von Konstanz.
Die Kapelle erhält zwei Glocken.
1675Gründung der Skapulierbruderschaft. Der Feiertag der Bruderschaft, der 16. Juli wird in der Folge zum wichtigsten kirchlichen Feiertag in Justingen.
1685Neue Glocke von Glockengießer Theodosius Ernst, Ulm
1692Grabstein für anna Magdalena Adelheid von Freyberg geb. Gräfin von Crieching in der Pfarrkirche
1696 - 1698Neubau des Kirchenschiffs der Pfarrlirche auf Veranlassung von Josef Albrecht von Freyberg. Mauerwerk: Johann Widemann, Maurermeister in Ehingen, Dachstuhl: Nikolaus Egg, Zimmermeister in Justingen, Kirchenstühle: Sebastian Wahl, Ort unbekannt. Von der alten Kirche bleiben der Chor und der untere Teil des Turmes erhalten.
1708Stiftung einer Kaplanei auf Schloß Justingen durch Joseph Albrecht von Freyberg
1711Einbau einer Orgel durch den Orgalbauer Chrysostomus Baur in Ulm. Vermutlich wurde für den Orgelbau eine zweite Empore in die Kirche eingezogen.
1717Bau der Kapelle in Hütten.
1719Dezember: Weihe der Pfarrkirche und der Kapelle auf dem Schloß Justingen sowie vermutlich der Kapelle in Hütten durch Weihbischof Ferdinand Konrad von Geist.
1751Verkauf der Herrschaft Justingen durch die Familie von Freyberg an das Herzogtum Württemberg. Württemberg verspricht, Justingen beim Katholizismus zu lassen. Die Kaplanei des Schlosses Justingen wird nach Allmendingen verlegt, die Schloßkapelle wird in der Folgezeot verweltlicht.
1758Anfertigung eines neuen Registers für die Orgel durch Johann Georg Speth, Faurndau.
1760Neufassung der beiden Nebenaltäre der Pfarrkirche aufgrund einer Stiftung des Freiherrn Joseph Ferdinand de Heures.
1777Reparatur des Kirchendachs.
1798Neue Glocke für die Kapelle in Ingstetten von Glockengießer Heinrich Frauenlob, Ulm.
1827Umfangreiche Orgelreparatur durch Joseph Viktor Gruol, Bissingen.
1844Der Friedhof wird vom Kirchplatz an die heutige Stelle verlegt.
1845Hütten erhält einen Friedhof (an der heutigen Stelle).
1848Hütten von Justingen nach Gundershofen umgepfarrt.
1849Umfangreiche Renovierungen des Hauptaltars, der beiden Nebenaltäre und der Knazlei durch Maler F. J. Zeller, Dietenheim: Altäre und Kanzel werden vergoldet und in alabasterweiß gestrichen, der Kanzel werden vier in Öl gemalte Evangelisten beigegeben. Auch die in der Kirche vorhandenen Statuen - drei bei jedem der beiden Nebenaltäre, der Christus im Chorbogen mit dem danabenstehenden Heiligen Johannes und der Muttergottes sowie der Heilige Johannes von Nepomuk - werden vergoldet. Der Hochaltar wird im Chor zurückgesetzt, er erhält  einen neuen Tabernakel mit geschnitzten Cherubim, die zwei  Altarbilder werden gereinigt, die danebenstehenden Statuen des Josef und der Barbara vergoldet. Die Bilder der Nebenaltärewerden erneuert: Bilder der Mater dolorosa und des Heiligen Joseph. Chor- und Beichtstühle und Orgel erhalten einen neuen Anstrich.
1851Anschaffung der Stationen für die Pfarrkirche, gemalt von F. J. Zeller, Dietenheim
1852Anschaffung einer neuen Monstranz.
1854Volksmission in Justingen.
1856Umfangreiche Orgelreparatur durch Joseph Klingler von Ennetach.
1867Übergang der staatlichen Baulast an der Pfarrkirche auf die Kirchengemeinde.
1874; 1889Orgelreparaturen durch die Firmen Gern, Reutlingen und Späth, Ennetach.
1881Umfangreiche Renovierung von Chor und Schiff. Dekorationsmalereien von Maler August Kräutle, Ehingen. einfügung dreier gemalter Fenster mit dem Heiligen Oswald, dem Heiligen Sebstian und der Darstellung der Überreichung des Skapuliers an Simon Stock.
1885Nach dem Zerspringen der größten Justinger Glocke, der Glocke von 1685, im Jahr 1884 muß das gesamte Geläut mit Ausnahme des Wetterglöckleins von 1514 erneuert werden. Vier neue Glocken werden angeschafft.
1886Vergrößerung un Renovierung der Kapelle in Ingstetten.
1890Neuer Hochaltar von Bildhauer Bihler in Zwiefalten; Renovierung der Nebenaltäre.
1898Juli 10-17: Feier des 200-jährigen Kirchenjubiläums durch eine einwöchige Volksmission.
1905 - 1906Neubau des Pfarrhauses. Der Neubau wird von der Straße zurückverlegt.
1906Gründung eines Krankenpflegevereins mit Kleinkinderschule. Die Betreuung übernimmt das Mutterhaus Reute.
1910 - 1911Erneuerung des Chors unter Leitung von H. Kolb, Kunstgewerbeschule Stuttgart. Entfernung der Ausmalung von 1881. Ausmalung des Chorbogens  mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Oswald. Renovierung der Altarbilder von 1849. Die Gruft der Familie von  Fryberg wird verdeckt.
1914 - 1918Erster Weltkrieg: drei Glocken müssen für die Rüstungsindutrie abgeliefert werden.
1920Zwei neue Glocken werden angeschafft bei der Firma Wolfart, Lauingen.
1930Ingstetten erhält einen Friedhof.
1942Zweiter Weltkrieg: Beschlagnahme dreier Glocken für die Rüstungsindustrie, Justingen hat nur noch eine Glocke.
1943 - 1944Reparatur des Kirchendachs.
1947Vier neue Glocken werden angeschafft bei der Firma Bachmair, Erding.
1957 - 1960Umfangreiche Renovierung der Pfarrkirche unter Leitung von Architekt Wolf Bzoska, Ehingen: Entfeuchtung der Außenmauern und Renovierung des Chors durch Restaurator Eberhard Kneer, Munderkingen. Erneuerung des Dachstuhls.
1958Juli 20: Weihe eines neuen Hochaltars durch Weihbischof Wilhelm Sedlmeier: der Altar wird durch Tausch gegen den Altar von 1890 vom  Haus Waldburg-Zeil aus der Kapelle des Salvatorkollegs in Bad Wurzach erworben. Die Mensa stellt die Firma Zeidler und Wimmel, Riedlingen, her.
1963 - 1966Abriß der Sebastians-Kapelle und Neubau der St. Sebastians-Kirche in Ingstetten.
Weihe am 23. Juli 1966 durch Bischof Leiprecht.
1968 - 1970Innenrenovation der Pfarrkirche. Entfernung des barocken Gestühls und der barocken Orgel mit der zweiten Empore. Neue Orgel von der Firma Späth, Ennetach.
1973Fünf neue Glocken werden angeschafft bei der Firma Perner in Passau.
1975Neuer Kindergarten
1976Leichenhalle in Ingstetten.
1977Einweihung des Gemeindehauses.
1979Leichenhalle in Justingen.
1981Auflösung der Schwesternstation Justingen durch das Mutterhaus in Reute.
1982; 1991Renovierung der Kapelle Ingstetten.
1985Feldkapelle in Ingstetten auf dem Hasenburren
1983 - 1991Renovierung der Pfarrkirche unter Leitung von Architekt Rudolf Brändle, Münsingen. 1983 Renovierung des Turms, 1985 der Außenwände, 1987 der Innenwände. Entfernung der Kanzel.
1991Februar 3: Abschluß der Arbeiten mit der Weihe eines neuen, von Gerhard Tagwerker in Echterdingen gefertigten Altars durch Weihbischof Bernhard Rieger.